|
„Tradition vs. Kommerz“: Fachtagung in Salzgitter sorgt für Gesprächsstoff |
|
 |
Am Montag, dem 30. November fand an der „Ostfalia – Hochschule für angewandte Wissenschaften“ die mittlerweile 9. Fachtagung blickpunkt sportmanagement statt, die bereits eine Woche vor dem Veranstaltungstag restlos ausverkauft war. Rund 400 Teilnehmer hörten zum Thema „Spannungsfeld Sport – Tradition vs. Kommerz“ die prominenten Referenten an der Fakultät in Salzgitter.
Der Zwiespalt zwischen Tradition und Kommerz wurde vom Organisations-Komitee der diesjährigen Fachtagung rund acht Monate vor dem eigentlichen Veranstaltungstag als Thema festgelegt. Dass die Thematik aktueller denn je ist, zeigen die kürzlich in den Medien kommunizierten Aussagen des Geschäftsführers von Borussia Dortmund, Hans-Joachim Watzke, der sich gegenüber Fußball-Bundesligisten wie dem VfL Wolfsburg und der TSG Hoffenheim äußerst kritisch äußerte.
Seit 2001 organisieren die Sportmanagement-Studenten der Fakultät Salzgitter die Fachtagung blickpunkt sportmanagement frei nach dem Motto „Von Studenten, für Studenten“. Ohne anfangs vorhandene monetäre Mittel gilt es für die Studenten eine Veranstaltung im Bereich des Sportbusiness zu organisieren, bei der zu einem bestimmten Thema die Verbindung zwischen Sport, Medien und Wirtschaft hergestellt werden soll. Das im Studium Erlernte soll durch die einjährige Organisation der Fachtagung in die Praxis umgesetzt werden und als eine erste Vorbereitung auf den Einstieg in das Berufsleben dienen.
O-Töne:
Hans-Joachim Watzke: (Geschäftsführer Borussia Dortmund)
- „Borussia Dortmund ist ein Traditionsverein, was man anhand von drei Gründen beweisen kann. Unser Stadion ist von der Times zur Nummer eins gewählt worden, weil unser Verein echt ist. Zudem sind wir gegen die 50+1 – Regel und drittens leben wir schwarz-gelb und wechseln unsere Trikotfarben niemals.“
- „Wir haben am vergangenen Samstag einen finanziell und besser aufgestellten Gegner mit Leidenschaft niedergerungen.“
Norbert Warnatzsch: (Schwimm-Trainer des Jahres 2006)
- „Britta Steffen hat selbstverständlich auch von Ganzkörperanzügen profitiert. Mit diesen hat sie sich bei den vergangenen Olympischen Spielen durchgesetzt. Generell möchte sie zurück zu den Wurzeln, um ein Wettrüsten wie in der Formel 1 zu vermeiden.“
Robin S. Kähler: (Leiter Sportinstitut der Universität Kiel)
- „Bereits in der Antike fand bei den Olympischen Spielen Kommerz statt. Die Entfaltung des Menschen hat mit der Zeit zugenommen, wodurch die Tradition im Gegensatz zu früher zusätzlich abgenommen hat. Der Sportler wird mehr und mehr zu Ware.“
|
 |
|
|
|
|